Business-Knigge

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Korrektes Benehmen im Flugzeug

Von A wie Armlehne bis S wie Stinkefuß: Im Flugzeug ist man mit vielen anderen Passagieren auf engstem Raum für einige Stunden zusammen. Hier sind gute Manieren gefragt.

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10.02.2014, 16:34 Uhr
Foto: Thinkstock

„Ich will pinkeln, ich will pinkeln!“ Schauspieler Gérard Depardieu hat gezeigt, wie man es nicht macht. Auf einem Flug von Paris nach Dublin stand er auf und urinierte in den Gang des Flugzeugs – die Maschine musste umkehren. Depardieu ist nicht der einzige Star, der am Himmel gelegentlich zu Ausrastern neigt. Von Alec Baldwin, der partout sein Handy nicht ausschalten wollte, über den um sich schlagenden Mark Medlock bis zu Madonna, die ihre Yoga-Übungen auf dem Gang verrichtete: Was korrektes Verhalten an Bord betrifft, sind Prominente kein Vorbild. Allerdings auch so mancher Mitmensch nicht. Rücksichtslos wird der Koffer in die Ablage gehievt, der Sitz zurückgestellt und die Armlehne besetzt. Dabei machen einige wenige Regeln das Miteinander im Flugzeug sehr viel angenehmer.

Das Armlehnen-Dilemma

Eines der schwierigsten Themen gleich zu Beginn. Teilen funktioniert leider nicht – dazu ist die Lehne viel zu schmal. Bei Dreiersitzen ist die Sache klar: Wer in der Mitte sitzt, dem stehen beide Lehnen zu. Denn ein Anlehnen ans Fenster ist für ihn ebenso unmöglich wie ein Ausweichen auf den Gang. Und bei Zweiersitzen hilft nur, den anderen freundlich anzusprechen, wenn er den gesamten Flug über die Lehne blockiert.

Diese Passagiere nerven Stewardessen

Fingerschnipper: Durch Schnippen gerufen zu werden, das finden Flugbegleiter am nervigsten.

Hektiker: Sofort nach der Landung aufstehen, selbst wenn das Anschnallzeichen noch leuchtet – ein Unding.

Gepaäckfachstopfer: Irgendwie muss die Tasche doch noch ins Fach passen – auch wenn sie alles andere dabei zerquetscht und zerknittert!

Meckerer: Sie beschweren sich u¨ber alles – in erster Linie über zu wenig Platz in den Gepäckfächern.

Ignoranten: Sie quatschen während der Sicherheitsvorführung munter weiter.

Immer der Reihe nach

Um das Einsteigen zu vereinfachen, rufen manche Airlines neuerdings zuerst die hinteren Sitzreihen auf. Immer wieder mischen sich Passagiere dazwischen, die weiter vorn sitzen und dann in der Maschine den Verkehr aufhalten – weil sie ihr Gepäck nach oben hieven müssen. Unnötig: Das Flugzeug startet erst, wenn definitiv alle Gäste an Bord sind. Und auch sonst gilt: Merken Sie, dass sich ein Stau hinter Ihnen bildet, lassen Sie die Menschen ruhig zunächst vorbei.

Sitzlehne im Gesicht

Es gibt Dinge, die macht Ryanair einfach besser als die anderen: Bei dem irischen Billigflieger lassen sich die Sitzlehnen nicht nach hinten kippen. Nicht selten nämlich muss der Hintermann sonst schnell seinen Kaffee retten, hat die Zeitung im Gesicht oder den Laptop im Magen. Natürlich spricht nichts dagegen, gerade bei Fernflügen die Neigungsfunktion zu nutzen – aber ein kurzer Blick nach hinten, ob dem Passagier trotzdem genügend Platz bleibt, sollte drin sein. Und vielleicht muss der Sitz auch nicht unbedingt komplett gekippt sein.

Mit freundlichen Grüssen

Nein, niemand muss sich mit seinem Sitznachbarn während des Flugs unterhalten. Aber ein freundlicher Gruß beim Hinsetzen ist angebracht – auch wenn es sich um einen Stoffel neben Ihnen handelt. Und wer dennoch miteinander reden will, sollte dies in gedämpfter Lautstärke tun (vor allem bei Nachtflügen).

 
 
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